29. Oktober 2026
Um 7.00 Uhr trafen sich alle auf dem Pausenplatz des Schulhauses Wydenhof. Von dort aus verteilten sich die Lernenden auf die beiden Reisecars. Zu Beginn der über dreistündigen Fahrt versuchten viele noch, etwas Schlaf nachzuholen, während draussen die herbstliche Landschaft vorbeizog. Die eine Hälfte der Reisenden hatte ihre Rechnung allerdings ohne einen bestens aufgelegten Busfahrer gemacht, der mit seinen Sprüchen für Unterhaltung sorgte.
Kurz vor Mittag erreichten wir schliesslich die Gedenkstätte, die sich auf rund 800 m. ü. M. an einem abgelegenen Hang befindet und von Wald umgeben ist. Bereits bei unserer Ankunft waren zahlreiche Besucherinnen und Besucher vor Ort, hauptsächlich andere Schulklassen.
Beim ersten Blick auf das von Stacheldraht umgebene Gelände veränderte sich die Stimmung vieler Lernender schlagartig. Ein unangenehmes, beklemmendes Gefühl breitete sich aus. Im Klassenverband erkundeten die Lernenden, angeleitet von ihren Lehrpersonen, verschiedene Stationen innerhalb des ehemaligen Hauptlagers und tauchten dabei in die schreckliche Geschichte dieses Ortes ein.
Die Lernenden setzten sich interessiert mit der Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers auseinander. Dabei entstanden angeregte Gespräche, in denen zahlreiche Fragen aufkamen, die sich nicht immer abschliessend beantworten liessen. Gleichzeitig wurde deutlich, wie schwierig es ist, das Ausmass der entsetzlichen Verbrechen an diesem Ort wirklich zu begreifen. Nach den ersten Stationen legten wir eine kurze Pause ein und verpflegten uns aus dem Rucksack. Anschliessend besichtigten wir die verbleibenden Bereiche der Gedenkstätte, bevor wir uns um 15.15 Uhr zur Rückfahrt versammelten.
Die vielen Eindrücke wirkten auch während der Heimfahrt nach und stimmten einige Lernende nachdenklich. So rasch sich zu Beginn ein Gefühl der Beklemmung eingestellt hatte, so schnell kehrten später auch wieder eine heitere Stimmung zurück. Kurz vor 19.00 Uhr erreichten wir Ebikon. Damit ging ein ereignisreicher Tag zu Ende, dessen Eindrücke sich im Klassenzimmer kaum in dieser Form hätten vermitteln lassen.
Bericht: Sven Portmann, Klassenlehrperson Sek